Vorsicht Eichenprozessionsspinner!

Alle Nester aus gefährlichen Bereichen im Gemeindegebiet entfernt - Westlicher Illeruferweg wieder freigegeben


Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der im ausgewachsenen Zustand für Mensch und Tier harmlos ist. Seine Raupen allerdings entwickeln, zum Schutz vor Fressfeinden, feine Haare, die allergische Reaktionen auslösen können (siehe unten).
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners bilden auf Eichen eingesponnene Nester, die auch in geringer Höhe am Stamm der Bäume kleben können. Bis zu 30 Raupen können hintereinander wie in einer Prozession auf Nahrungssuche gehen (daher der Name).
 
In der Gemeinde Illerrieden ist das gesamte Gemeindegebiet betroffen.

Mittlerweile wurden über 120 Nester aus allen gefährlichen Bereichen im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Illerrieden entfernt. Der Spielplatz Guignicourt-Ring ist wieder geöffnet und die Friedhöfe Illerrieden und Wangen sind wieder zugänglich. Ebenso sind die Sperrungen am Grillplatz Wangen (Parkplatz und Liegewiese um die Feuerstelle) wieder aufgehoben.

Folgender Bereich ist noch gesperrt:
 
Eine Stelle an der Liegewiese am Freizeitsee nach Entfernung des Nestes - die Brennhaare können auf dem Boden sein.
 

In der freien Landschaft (Wald und Feld) sowie entlang von Wegen im Außenbereich muss weiterhin mit Befall gerechnet werden (naturtypische Gefahr).
 
Bitte beachten Sie folgendes:
 
- Befallene Bereiche meiden;
- Raupen und Gespinstnester nicht berühren;

- Nach einem etwaigen Kontakt mit den Raupen oder deren Nester oder deren Haaren möglichst sofort duschen, Kleidung waschen und Schuhe säubern;
- empfindliche Hautbereiche (zum Beispiel Nacken, Hals, Unterarme) schützen;
- auf Holzernte- und Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester erkennbar sind.
 
Bei Hautreaktionen sollten Betroffene insbesondere einen Arzt aufsuchen, bei Atemnot u.a. sofort den Rettungsdienst alarmieren.
 
Die Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners enthalten eine Brennsubstanz, diese dringt bei Kontakt in Haut und Schleimhäute des Menschen ein und löst diverse Krankheitsbilder aus:
 
- Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Fieber, Schwindelgefühl bis hin zu allergischen Schockreaktionen;
- Starker Juckreiz mit häufig insektenstichartigen Blasen, nesselsuchtartigen Quaddeln oder roten Flecken. Die Entzündungen dauern gewöhnlich 4–5 Tage an;
- Augenentzündungen;
- Entzündungen der Luftwege.
 
 
Westlicher Uferweg entlang der Iller auf unserem Gemeindegebiet wieder freigegeben

Die Flussmeisterei hat nach Beseitigung der Nester den westlichen Uferweg entlang der Iller wieder für den Fußgänger- und Radfahrverkehr freigegeben.