Vorsicht Eichenprozessionsspinner!

Gesamtes Gemeindegebiet betroffen - Sperrung des westlichen Uferwegs entlang der Iller


Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der im ausgewachsenen Zustand für Mensch und Tier harmlos ist. Seine Raupen allerdings entwickeln, zum Schutz vor Fressfeinden, feine Haare, die allergische Reaktionen auslösen können (siehe unten).
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners bilden auf Eichen eingesponnene Nester, die auch in geringer Höhe am Stamm der Bäume kleben können. Bis zu 30 Raupen können hintereinander wie in einer Prozession auf Nahrungssuche gehen (daher der Name).
 
In der Gemeinde Illerrieden ist das gesamte Gemeindegebiet betroffen, insbesondere folgende öffentliche Anlagen und Einrichtungen:
 
- Spielplatz Guignicourt-Ring (gesperrt);
- Friedhof Illerrieden (flächenhaft);
- Freizeitsee (eine Stelle);
- zwei Eichen an der Jägerstraße in Dorndorf bzw. am Bolzplatz;
- Friedhof Wangen (einzelne Stellen);
- Grillplatz Wangen (Parkplatz und große Eiche in der Mitte);
- Parkplatz an der Zufahrt zum Schützenheim Illerrieden (eine Eiche);
- westlicher Uferweg entlang der Iller (siehe untenstehender Bericht)
 
Die befallenen Bereiche sind abgesperrt und entsprechend beschildert. Die Gemeinde ist bemüht, in der nächsten Zeit die Raupennester in den gefährdeten öffentlichen Bereichen entfernen zu lassen. Leider sind entsprechende Firmen stark ausgelastet.
 
Bitte beachten Sie folgendes:
 
- Befallene Bereiche meiden;
- Raupen und Gespinstnester nicht berühren;

- Nach einem etwaigen Kontakt mit den Raupen oder deren Nester oder deren Haaren möglichst sofort duschen, Kleidung waschen und Schuhe säubern;
- empfindliche Hautbereiche (zum Beispiel Nacken, Hals, Unterarme) schützen;
- auf Holzernte- und Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester erkennbar sind.
 
Bei Hautreaktionen sollten Betroffene insbesondere einen Arzt aufsuchen, bei Atemnot u.a. sofort den Rettungsdienst alarmieren.
 
Die Raupenhaare des Eichenprozessionsspinners enthalten eine Brennsubstanz, diese dringt bei Kontakt in Haut und Schleimhäute des Menschen ein und löst diverse Krankheitsbilder aus:
 
- Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Fieber, Schwindelgefühl bis hin zu allergischen Schockreaktionen;
- Starker Juckreiz mit häufig insektenstichartigen Blasen, nesselsuchtartigen Quaddeln oder roten Flecken. Die Entzündungen dauern gewöhnlich 4–5 Tage an;
- Augenentzündungen;
- Entzündungen der Luftwege.
 
 
Eichenprozessionsspinnerbefall - Sperrung des westlichen Uferwegs entlang der Iller

Entlang des „linken“ Uferweges der Iller sind zwischen Sinningen und Wiblingen bis zu 80 Eichen vom Eichenprozessionsspinner (z. T. massenhaft) befallen.

Kontakt mit den Flimmerhärchen der Raupen und Nester können schwerwiegende Gesundheitsschäden verursachen.

Der zuständige Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Tübingen wird die Beseitigung der Raupennester und Raupen in den nächsten Wochen veranlassen.

Leider ist es derzeit wegen des flächenhaften Befalles sehr schwierig, qualifizierte Fachbetriebe zur sofortigen Beseitigung der Gefahrenquellen zu finden.

Die Flussmeisterei geht deshalb davon aus, dass die Beseitigung bis Anfang Juli andauern wird.

Da der Uferweg von Radfahrern und Fußgängern sehr stark frequentiert ist, wurde der westliche Uferweg auf Anweisung des Regierungspräsidiums bis auf weiteres für jeglichen Zugang gesperrt.